Simbach am Inn

Die Kirchengemeinde Simbach am Inn befindet seit ihrer Gründung in einem steten Entwicklungsprozess. Waren es anfänglich viele Flüchtlingsfamilien die einen hohen Anteil an evangelische Christen in der niederbayerischen Kleinstadt stellten, so sind es jetzt viele Bürger aus den Staaten der ehemaligen Sowjetunion. Die Gemeinde Simbach hat im Jahr 2008 insgesamt ca. 1900, die Gemeinde Tann ca. 450 Gemeindeglieder.
Tabellarische Aufstellung der Gemeindegeschichte:
1870
Anfang der 70er Jahre des 19. Jahrhunderts kommen mit dem Bau der Bahnlinie München-Simbach evangelische Ingenieure in den Ort. Es folgen evangelische Beamte, Handwerker und Gewerbetreibende. Die wenigen evangelischen Christen werden anfangs von Ortenburg und Braunau betreut.
1896
Evangelische Kinder aus Simbach erhalten in Burghausen Konfirmandenunterricht.
1918
In der Zeit nach dem 1. Weltkrieg gibt es ca 160-180 Evangelische in Simbach, die sich in einem "Evangelischen Verein" zusammenschließen.
1930
Auf Betreiben des "Evangelischen Vereins"wird Pfarrer Kelber in Burghausen vom Landeskirchenrat in München beauftragt, die Betreuung der Evangelischen in Simbach zu übernehmen.
1935/36
Pläne zum Bau einer evangelischen Kirche scheitern. Die politische Situation und innerkirchliche Differenzen verhinden den Bau.
1945
Eine Vielzahl von Heimatvertriebenen stömt nach Simbach und Umgebung. Nach seiner Rückkehr aus dem Krieg übernimmt Pfarrer Seitz die Betreuung der evangelischen Christen. In der Zwischenzeit war aus dem "Evangelischen Verein" eine Tochterkirchengemeinde von Neuötting geworden.
1946
Der Landeskircherat entsendent Pfr. Martin Stolzenburg nach Simbach. Der erste Kirchenvorstand wird gewählt. Gottesdienste werden zunächst in der katholischen Kirche später im Rathaussaal gehalten. Dort findet Ostern auch die erste Konfirmation statt. Am 17. Dezember wird eine umgestaltete Militärbaracke als Notkirche geweiht.
1948
Es sind nun mehr als 4000 evangelische Vertriebene im Kreis Pfarrkirchen ansässig. Simbach ist als Tochterkirchengemeinde von Parrkirchen abhängig, wird zum "Vikariat" erhoben und erlangt damit mehr Selbstständigkeit. Die Kirchengemeinde scheidet aus dem Dekanat Rosenheim aus und wird in das neu geschaffene Dekanat Passau eingegliedert.
1952
Durch die Erhebung zum Pfarramt wird die volle Selbstständigkeit der evangelischen Gemeinde erreicht.
1957
Am Sonntag vor Pfingsten wird die Orgel ind der Notkirche geweiht.
1958
Von Hauptlehrer Heinze wird ein Posaunenchor gegründet.
1959
Am 18. September wird die Kirche in Tann geweiht. In Simbach kauft die evangelische Gemeinde ein Grundstück für den Neubau einer Kirche und eines Pfarrhauses.
1961
Am 16. Juli wird das neue Pfarrhaus eingeweiht und der Gemeinde übergeben.
1963
Am 13. Dezember wird mit dem Bau der neuen Kirche begonnen.
1964
Am 10. Mai wird in einer Feier der Grundstein der Kirche gelegt, bereits am 31. Juli das Richtfest gefeiert.
1985
Am 14. Juli feiert die evangelische Gemeinde in Simbach mit einem Festgottesdienst das 20 jährige Jubiläum der Kirche.
1990
In diesem und den folgenden Jahren kommen viele Spätaussiedler aus den ehemaligen Staaten der Sowjetunion nach Simbach. Viele davon sind evangelisch. Die Gemeindegliederzahl steigt in10 Jahren um mehr als 900 Personen.
1997
Innenrenovierung der Gnadenkirche.
2001
Von September - November: Neugestaltung des Kirchenvorplatzes.
2002
Jubiläum 50 Jahre evangelische Gemeinde Simbach am Inn.
2004
Jubiläum 40 Jahre Gnadenkirche.
2006-2007
Erneuerung der Fenster in der Gnadenkirche und im Pfarrhaus mit Wärmedämmung im Pfarrhaus. Erneuerung der Toilettenanlage in den Gemeinderäumen, Einbau einer behindertengerechten Toilette.
2008 bis...
Planung eines behindertengerechten Aufzuges um die Gemeinderäume und das Kirchenschiff auch für gehbehinderte Menschen und Rollstuhlfahrer erreichbar zu machen.
Anfahrtsbeschreibung:
Von Westen auf der B12 kommend Ausfahrt Simbach Zentrum, ca. 100m auf der Pfarrkirchner-Straße, am Rennbahncenter Richtung Krankenhaus links auf die Simon-Breu-Straße abbiegen, nächste Straße rechts abbiegen, dies ist die Teichstraße die nach der Abweigung zum Krankenhaus (nicht abbiegen!) zur Albert-Seidl-Straße wird. Der Kirchturm ist von weitem sichtbar.
Von Osten auf der B12 kommen Ausfahrt Simbach Zentrum dann wie oben weiter.
Von Norden aus Richtung Pfarrkirchen am Rennbahncenter rechts abbiegen, nächste Straße rechts abbiegen, dies ist die Teichstraße die nach der Abzweigung zum Krankenhaus (nicht abbiegen!) zur Albert-Seidl-Straße wird.
Von Süden kommend (aus Richtung Braunau) über die Hauptkreuzung in der Stadtmitte fahren, sie befinden sich in der Pfarrkirchner-Straße. Dem Straßenverlauf ca. 1km folgen, am Rennbahncenter links in die Simon-Breu-Straße abbiegen. Dann wie oben beschrieben weiter.
